Dienstag, 30. Mai 2017

Auf dem Weg nach Colorado

Wir entscheiden uns,  in den nächsten Wochen Colorado anzusteuern - auf dem Weg in Richtung Osten empfiehlt sich auf jeden Fall ein Stopp bei Moab. Ein sympathisches kleines Städtchen, Ausgangsort für den berühmten Arches Nationalpark und vor allem eines der berühmtesten Mountainbike-Mekkas der Welt - hunderte von Trail-Meilen warten auf uns, herrlich :-)

Bike Eldorado Moab

Arches Nationalpark

Arches Nationalpark

Den Besuch im Arches Nationalpark gestalten wir zur Abwechslung mal ganz amerikanisch: wir steuern unseren RV den "scenic drive loop" entlang durch den Park und beschränken uns bei den Sehenswürdigkeiten auf maximal 0.5 Meilen "hikes".

Weiter gehts - nach einer langen Autofahrt durch die Prärie erreichen wir bei Grand Junction die Grenze zu Colorado. Nun schlängelt sich der Highway 70 dem Colorado River entlang, die schneebedeckten 4000er der Rocky Mountains kommen immer näher. Wir machen in Glenwood Springs mal wieder einen Hotel-Stopp - an dieser Stelle vielen herzlichen Dank an meine Bank-Kollegen für den grosszügigen Gutschein, den ich HIER  einlöse. Wir geniessen die Annehmlichkeiten eines Hotelzimmers und die Hot Springs in vollen Zügen... aber nach 3 Tagen freuen wir uns schon wieder auf unseren Camper :-)

Wir befinden uns konstant auf ca. 2000 müM, weshalb die Temperaturen noch ziemlich frostig sind. Auf einer Tour im Grizzly Creek schneits sogar.

Die Reise geht weiter in die riesigen Bergtäler rein - sieht ein wenig aus wie im Engadin, doch alles ist ein bisschen grösser, weiter und abgelegener. Der Highway 82 bringt uns in den berühmten Mega-Wintersportort Aspen, wo wir eine Nacht verbringen und per Zufall ein wunderschönes Tal rennend erkunden.

Smuggler Mountains bei Aspen

Ein wenig abgelegen liegt das kleine Städtchen Telluride, wo wir 2 Tage verbringen, die Natur erkunden und die kleinen, hippen Shops und Restaurants entdecken. Wir besuchen in der Folge noch einige dieser kleinen Bergstädtchen - Ouray, Silverton, Fairplay...ein Besuch ist echt empfehlenswert. Die Örtchen vermitteln einen authentischen Western-Chic, bieten ein super Angebot an verschiedensten Outdoor-Aktivitäten und können mit guten Bars und Restaurants auftrumpfen. 

Blick auf Telluride


Wasserfall beim Bear Creek, Telluride
 In Silverton verbringen wir eine Nacht. Die Stadt wurde im Zuge von Silberfunden 1870 gegründet und erhielt schnell einen berüchtigten Ruf - unzählige dokumentierte Gun Fights zeugen davon.
 Durch den Anschluss ans Schienennetz hat Silverton sicherlich profitiert - vor allem heutzutage ist die nostalgische Zugfahrt Durango-Silverton eine der grössten Attraktionen. Können wir uns nicht entgehen lassen :-)
Shady Lady Saloon in Silverton 

Durango - Silverton per Zug

Bahnhof Silverton

Molas Lake, auf dem Weg von Silverton nach Durango

ä Bier in Durango :-)






Dienstag, 23. Mai 2017

I'm iron like a lion in Zion - Zion National Park (Utah)

Ja schon der Bobby Marley hat über Zion gesungen, und so wie man sich das gelobte Land, das Paradies auf Erden vorstellt, sieht es hier auch aus! Die hohen Felsen mit den typischen neun sichtbaren Gesteinsschichten schneiden tief in den Canyon ein und werden in der Talsohle durch den Virgin River durchbrochen, welcher den rechtwinkligen Klüften in den Felsen folgt. Die Talsohle ist ein grüner Auwald, welcher unzählige Tiere beherbergt und durch den sich der Virgin River schlängelt. Im Campground trifft man zu jeder Tageszeit auf die allgegenwärtigen Mule Deers, die in einer Ruhe die Blättern von den Eschen fressen.

Zion Canyon talaufwärts - Sicht vom Angels Plateu
 
Wir entscheiden uns für den schwierigsten und berühmtesten Trek zum Angels Landing. Dieser ist eine 1763 m hohe Felsenformation, die über einen ausgesetzten 8 km langen Weg mit 450 Höhenmetern zu erreichen ist. Der Pfad ist streckenweise äusserst schmal und beidseitig mit tiefen Absprüngen flankiert - stolpern nicht empfohlen.... Der Aufstieg wird zum Glück mit verankerten Ketten unterstützt und der Ausblick talabwärts, auf den von uns getauften "Garten Eden",  belohnt den Aufstieg.

Ausgesetzter Trail zum Angels Landing
 
Blick vom Angels Landing auf den "Garten Eden"
 
Dr Engel und dr Tüüfel in Zion 😆
 

Montag, 22. Mai 2017

Go Big or go Home - Grand Canyon & Glen Canyon National Park

Wir fahren weiter ins nördliche Arizona zu den "grossen" und berühmten National Parks. Ich konnte Thomas zum Glück überreden, nochmals den Grand Canyon NP zu besuchen 🤗 Es war toll, auch wenn es am Tag der Wanderung runter in den Canyon geregnet und am Schluss sogar geschneit hat oben am Rim (dies sieht man leider auch auf den Fotos...)! Mal was anderes als die allgegenwärtige Affenhitze die man hier im Sommer hat. Der Grand Canyon ist einfach eindrücklich, egal wie viele Canyons man schon gesehen hat...

Sunset am South Rim (North Rim hatte noch Wintersperre)
 
Blick vom Indian Garden runter zum Colorado River, wo Thomas irgendwo am Rennen ist
 
Aufgrund der Wetterlage hält uns nicht mehr allzuviel hier und wir machen uns auf den Weg Richtung Lake Powell. Dort befindet sich der Glen Canyon National Park mit seinen Highlights Horseshoe Bend und Antelope Canyon. Der dunkelblaue Stausee erstreckt sich über ein riesiges Gebiet dieser ansonsten trockenen Wüste und passt irgendwie nicht in diese Landschaft...

Lake Powell nahe Page
 
Der Horseshoe Bend ist nichts anderes als der Colorado River, der sich kurz vor dem Staudamm hufeisenförmig um einen Felsen schlängelt. Der Aussichtspunkt ist einfach mit einem zehnminütigen Hike zu erreichen und wenn man bäuchlings and die Felskante heranrobbt, hat man eine perfekt Sicht auf den gesamten Bend - Nervenkitzel inklusive 😅

 

Mein persönliches Highlight ist der Besuch des Lower Antelope Canyon. Auf der einstündigen Tour mit dem Navajo Guide Dakota durch den Grund des Canyons entdecken wir die unglaublichsten orange-braunen Felsformationen welche der Wind und das Wasser über tausende von Jahren geformt hat. Da der Canyon A-förmig ist, also oben eng und unten breiter, scheinen immer wieder Sonnenstrahlen zwischen den Felsen hindurch und beleuchten diese in den spektakulärsten Rottönen.

Best of Lower Antelope Canyon
 
Noch ein kleiner Hinweis für zukünftige Besucher: Das war der überfüllteste Ort den wir je gesehen haben! Wir mussten mit hunderten von pöbelnden, chinesischen Touristen ewig lange anstehen um in den Canyon zu gelangen, da die Maximumkapazität bei 75 Personen gleichzeitig im Canyon liegt. Es war eine Challenge, diese Fotos zu schiessen, ohne einen Touri abzulichten... Unser Tipp: sobald der Canyon am morgen öffnet anschauen 🙄
 

Sonntag, 14. Mai 2017

Auf den Spuren der Native Americans (Flagstaff, Sedona, Navajo-Reservat in Arizona)

Howdy Family Friends and Fools

Mit dem letzten Tropfen Wasser verlassen wir die Wüstengegend Joshua-Tree und steuern Flagstaff an. Das bezaubernde Städtchen befindet sich auf einem Hochplateau 2200 MüM im Norden Arizonas. Die vielen kleinen Cafés, lokalen Brauereien und Restaurants sowie die Amtrak- Bahnstation machen den Charme dieser Studentenstadt aus. Ausserdem ist Flagstaff ein berühmtes Höhentrainingsdomizil für die Laufelite der Westküste - an schönen Trails wird es also kaum mangeln, he he he...
Kartenstudium - wo geht die Reise hin? Norden, Süden, Westen, Osten - mit unserem Camper sind wir vogelfrei :-)

Wunderschöner Trailrun vom Schultz Pass, oberhalb von Flagstaff


Welcome to the Native Country - Sedona and Surroundings

40 Meilen südlich und 1500 Hm tiefer gelegen von Flagstaff befindet sich Sedona. Umgeben von einer eher monotonen Prärielandschaft ist dieser Ort umschlossen von beeindruckenden Felsformationen mit klingenden Namen wie Tea Cup Rock, Bell Rock oder Monument Rock... dies ist ein Kraftort - schon die Native Americans haben die Energie dieser Landschaft erkannt. Wir unternehmen ausgedehnte Streifzüge durch die schöne Natur, baden im Oak Creek und versuchen uns vorzustellen, wie es wohl wäre, wenn hier noch immer die Palatki, Honanki oder Hopi leben würden.


Meine Squaw im Fluss

Annina im Talkessel des Boynton Canyons

Aussicht von Bell Rock im Süden Sedonas

beim Soldiers Pass, Sedona


A Secret Valley...

Dank einem "Insider-Tipp" von meinem Halbblut-Bruder Ivan haben wir diesen unglaublich schönen und ziemlich unberührten Canyon im Navajo Reservat entdeckt - mit der Auflage, den Namen für uns zu behalten ;-) Man ist sprachlos, wenn man mitten in der Einöde der Prärie auf sowas stösst... 

Annina im "Secret Canyon" ;-)


Blick in den versteckten Canyon, irgendwo im Navajo Reservat


Ein weiteres Highlight des Navajo-Reservats ist sicherlich das Monument Valley, berühmt durch unzählige Filme und den Marlboro Man

Monument Valley

Donnerstag, 4. Mai 2017

Big Bear Lake & Joshua Tree National Park

Big Bear Lake - der Name war Programm 🐻! Ein hübscher, kleiner Skiort an einem See in den Bergen Kaliforniens, der landschaftlich  an die Schweiz erinnert. Wir erwischen die totale Off-Season, die meisten Campgrounds sind noch geschlossen, es ist ziemlich wenig los und vor allem abends noch kalt. So erkunden wir die Umgebung auf den unzähligen Trails, wo Thomas genau immer dann auf einen Braunbären trifft, wenn ich nicht (mehr) dabei bin..grrr!!! Die Aufeinandertreffen verliefen sehr friedlich - ich gehe davon aus, dass sie ihn aufgrund seines mittlerweile buschigen Barts als ihresgleichen sehen 🙊

Ich habe dann doch noch einen Bären gesehen 😆
 
Nach drei Tagen fahren wir weiter Richtung Osten die Bergkette wieder runter, wo nun die Wüste beginnt. Nach nur 2 Stunden Fahrt erreichen wir den Joshua Tree National Park. Die Landschaft hat sich auf den wenigen Kilometern total verändert und zeigt sich nun sandig, heiss und mit bizarren Felsformationen. Einzigartig ist der seltsame Baum, der hier überleben kann: der unverwechselbare Joshua Tree. Sieht für mich aus wie eine Krezung aus Palme und Kaktus..Wir freuen uns aufgrund der höheren Temperaturen abends endlich draussen vor dem Lagerfeuer sitzen zu können und den Schlafsack wieder zu verstauen. Hier im Nationalpark ist das Campieren noch richtig ursprünglich: ein Stellplatz mit Feuerstelle - that's it. Der luxuriöse Schnickschnack wie Wasseranschluss, Elektrizität oder WiFi fehlt uns bei diesen wunderschönen Landschaften überhaupt nicht!

 
In den vier Tagen mache ich einige Runs auf dem unendlichen Trailnetz und Thomas flizt mit seinem neuen Rennvelo über die Strassen des Nationalparks. Zu Fuss oder Velo geniessen wir die spezielle Landschaft am intensivsten und das kühle Bier am Abend schmeckt danach umso besser... (P.S.: da Thomas sich nun in der Trainingsvorbereitung für den 50km Run am 03. Juni in Colorado befindet, haben wir auf alkoholfreies Bier umgestellt. Ich habe aber noch ein paar Fläschen Wein für mich versteckt 😉)
 
Die Wüste steht in Flammen!
 
Der namensgebende Baum: Joshua Tree
 
View auf dem Lost Horse Loop Trail
 

Dienstag, 25. April 2017

Kaliforniens Westküste & Sequoia Nationalpark (USA)

Nach erholsamen Tagen in der Karibik freuen wir uns wieder auf ein wenig Action und natürlich auf unseren Camper, den wir in San Luis Obispo an der kalifornischen Westküste in Empfang nehmen: Dusche & WC, Gasherd, Ofen, Kühlschrank, Mikrowelle, etc. und jede Menge Platz - soviel Komfort sind wir uns gar nicht mehr gewohnt - wir geniessen die Annehmlichkeiten und nehmen den zweiten Teil unseres Abenteuers in Angriff: den Westen der USA sowie die kanadischen Rocky Mountains.

Unser Zuhause für die nächsten 3.5 Monate

Californian Beach Girl - jetzt stilecht mit neuem Velo :-)

Pismo Beach an der kalifornischen Westküste
Nach einigen Tagen Californication steuern wir den Sequoia Nationalpark an, ca. 250 Meilen nordöstlich von Santa Barbara. Der Park liegt auf ca. 2000 MüM und wir sind das erste Mal froh um die Standheizung in unserem Camper - vor allem nachts fallen die Temperaturen unter 0 Grad, tagsüber ist es jedoch angenehm warm und wir unternehmen schöne Trail-Runs und an Anninas Geburtstag eine ausgedehnte Wanderung vorbei an den riesigen Sequoias  - den grössten Bäumen der Welt. Man fühlt sich winzig, wenn man zwischen diesen Giganten durch den Wald streift...

Sequoia Facts: bis 100m hoch / bis 3200 Jahre alt / bis 11 Meter Durchmesser



Idyllischer Hume-Lake im Norden des Parks - erinnert an das Engadin

Kings Canyon: der Schnee ist nah...


Nächste Station: Big Bear Lake - und dort habe ich passend zum Namen das 2. Mal im Leben einen wilden Bären aus nächster Nähe gesehen... doch mehr dazu im nächsten Blog :-)

Freitag, 14. April 2017

Isla Holbox (Mexico) - a carribean paradise

Nach einem langen Flugtag von Arequipa nach Lima nach Panama City nach Cancún und dann mit der Fähre nach Holbox kommen wir endlich in unserem karibischen Paradies an! Hier machen wir einen 10-tägigen Stop Over im Hotel Palapas del Mar bevor wir die zweite Hälfte unseres Trips in Nordamerika in Angriff nehmen. Wenn schon, denn schon - mit Beachfront Bungalow inklusive eigenem kleinen Pool und Hängematte ✌🏻

 
Die nur aus Sand bestehende Insel Holbox befindet sich an der Nordküste der Halbinsel Yucatán in Mexiko. Sie ist 42km lang, nur 2km breit und umringt vom warmen, türkisfarbenen karibischen Meer. Hier fährt man nur mit dem Golfcar oder Velo rum, alles ist total entspannt. Wir merken schnell, wieso Holbox das letzte unberührte Paradies Mexikos genannt wird...Wir lassen uns die Sonne auf den Pelz scheinen, baden im warmen Meer, schlürfen Cocktails am Strand und schlemmen jeden Tag frischen Fisch! Um nicht vollständig zu degenerieren, joggen wir jeden morgen am Strand entlang bevor es zu heiss wird und gehen sogar einmal in die Yoga Lektion 😁
 
Unvergesslich war der Ausflug nach Cabo Catoche mit dem Boot. Wir mussten zuerst unser Mittagessen selber angeln, danach schnorcheln mit Sichtung von Rochen und Meeresschildkröten und zu Mittag gabs frisch zubereitetes Ceviche mit dem selbstgefangenen Fisch! Auf der Fahrt hatten wir noch das seltene Glück Flamingos und wilde Delfine beim jagen zu beobachten, ein einmaliges Erlebnis! Fehlt uns nur noch schnorcheln mit dem Walhai, dieser kommt jedoch nur zwischen Mai und September hier vorbei....next time!

Fischen ist easy!
 
Thomas gewinnt die Fishing Competition 4:3
 
Frisches Ceviche mit Kokosnuss!
 
PURA VIDA